Kennen Sie das? Eine Pferdebesitzerin kommt zu einem unserer Gemeinschaftsevents und erzählt von ihrer 18-jährigen Stute. Morgens steht das Tier steif auf der Weide. Die Bewegungen wirken hölzern, fast schmerzhaft. Der Tierarzt sagt, es sei eben das Alter. Aber die Besitzerin will sich damit nicht abfinden. Sie fragt: Gibt es etwas, das meinem Pferd helfen kann – sanft, ohne Chemie, ohne Nebenwirkungen?
Solche Gespräche führen wir bei Friends of Screven County Animals regelmäßig. Tierschutz bedeutet für uns nicht nur Rettung und Vermittlung. Es geht auch darum, Wissen über moderne Möglichkeiten der Tierpflege weiterzugeben. Genau deshalb widmen wir uns heute einem Thema, das in der Pferdewelt zunehmend Aufmerksamkeit bekommt: der Bemer Matte.
In diesem Artikel erfahren Sie, was eine Bemer Matte überhaupt ist, wie sie funktioniert und wann ihr Einsatz beim Pferd sinnvoll sein kann. Keine komplizierte Physik, versprochen. Stattdessen klare Erklärungen, praktische Tipps und ehrliche Einordnungen.
Wenn Sie zunächst praktisch testen möchten, ob eine Bemer Matte für Ihr Pferd infrage kommt, gibt es heute zahlreiche Anbieter mit Mietoptionen. Solche Testphasen dauern oft mehrere Wochen und erlauben es Ihnen, die Wirkung im Stallalltag zu beobachten, ohne sich sofort an eine große Investition zu binden. Eine gelungene Miete enthält meist Beratung zur Anwendung, passende Programme und Hinweise zur Pflege der Matte, sodass Sie einen realistischen Eindruck gewinnen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Bemer Matte nutzt pulsierende elektromagnetische Felder, um die Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen zu fördern.
- Beim Pferd wird sie vor allem zur Regeneration, zum Muskelaufbau und zur Verbesserung der Beweglichkeit eingesetzt.
- Die Anwendung ist schonend, nicht-invasiv und lässt sich gut in den Stallalltag integrieren.
- Besonders ältere Pferde, Sportpferde nach Belastung und Tiere in der Rehabilitation profitieren davon.
- Eine fachkundige Beratung – etwa durch spezialisierte Anbieter wie Zentaur Wellness – hilft bei der Auswahl des richtigen Systems.
Was genau ist eine Bemer Matte? Einfach erklärt
Stellen Sie sich einen Gartenschlauch vor. Wenn er sauber ist, fließt Wasser problemlos hindurch. Doch wenn sich Ablagerungen bilden, wird der Durchfluss schwächer. In den winzigen Blutgefäßen Ihres Pferdes passiert etwas Ähnliches. Stress, Alter oder Verletzungen können die sogenannte Mikrozirkulation beeinträchtigen. Das ist der Blutfluss in den kleinsten Kapillaren – also den haarfeinen Äderchen, die jede einzelne Zelle im Körper versorgen.
Die Bemer Matte ist ein therapeutisches Gerät, das mithilfe schwacher elektromagnetischer Impulse genau diese Mikrozirkulation anregt. BEMER steht dabei für „Bio-Electro-Magnetic-Energy-Regulation“. Klingt erst mal komplex. In der Praxis heißt das schlicht: Die Matte sendet bestimmte Signalmuster aus, die den Körper dabei unterstützen, sich besser selbst zu versorgen.
Für Pferde gibt es spezielle Varianten. Am bekanntesten ist das BEMER Horse-Set, eine Art Decke oder Gamasche, die direkt am Tier angelegt wird. Im Unterschied zu herkömmlichen Wärmedecken wirkt die Bemer Matte also nicht über Temperatur, sondern über physikalische Signale. Das Pferd spürt dabei in der Regel nichts Unangenehmes. Viele Tiere entspannen sich sogar sichtbar während der Anwendung.
Pulsierende Magnetfeldtherapie: So funktioniert das Prinzip
Die Bemer Matte gehört zur Kategorie der PEMF-Therapie. Diese Abkürzung steht für „Pulsed Electromagnetic Field Therapy“ – auf Deutsch: pulsierende elektromagnetische Feldtherapie. Dabei werden niederfrequente elektromagnetische Felder erzeugt, die in den Körper eindringen und dort Prozesse auf zellulärer Ebene beeinflussen können.
Was macht diese Methode besonders? Im Gegensatz zu Medikamenten wirkt PEMF nicht chemisch, sondern physikalisch. Es gibt keinen Wirkstoff, der verstoffwechselt werden muss. Stattdessen reagieren die Zellen auf die elektromagnetischen Impulse. Vergleichen Sie es mit einem Radio: Wenn Sie die richtige Frequenz einstellen, empfangen Sie ein klares Signal. Genau so trifft die Bemer Matte die Frequenz, auf die bestimmte Gefäßwände ansprechen.
Das Ergebnis zeigt sich in mehreren Bereichen. Die Durchblutung in den Kapillaren verbessert sich. Nährstoffe gelangen effizienter zu den Zellen. Und Abfallprodukte des Stoffwechsels werden schneller abtransportiert. Dadurch kann der gesamte Organismus des Pferdes profitieren – von der Muskulatur über die Gelenke bis hin zum Immunsystem.
Warum die Mikrozirkulation für Pferde so entscheidend ist
Vielleicht fragen Sie sich: Warum ist gerade die Durchblutung der kleinsten Gefäße so wichtig? Reicht es nicht, wenn das Herz kräftig pumpt? Die Antwort überrascht viele Menschen. Etwa 74 Prozent des gesamten Blutkreislaufs finden in den Mikrogefäßen statt. Das Herz pumpt das Blut zwar durch die großen Arterien und Venen. Doch die eigentliche Versorgungsarbeit – der Austausch von Sauerstoff, Nährstoffen und Abfallprodukten – geschieht in den Kapillaren.
Bei Pferden kommt ein zusätzlicher Faktor hinzu. Diese Tiere besitzen eine enorme Muskelmasse. Jeder einzelne Muskelstrang braucht eine gute Versorgung, um optimal zu funktionieren. Wenn die Mikrozirkulation gestört ist, zeigt sich das oft als Steifheit, verlangsamte Erholung nach Belastung oder sogar als erhöhte Verletzungsanfälligkeit.
Gerade ältere Pferde, Pferde mit chronischen Beschwerden oder Tiere nach Operationen haben häufig eine eingeschränkte Mikrozirkulation. Genau hier setzt die Bemer Matte an. Sie ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Aber sie kann eine wertvolle Ergänzung sein, die dem Körper hilft, seine eigenen Reparaturmechanismen effizienter zu nutzen.
Die zentralen Eigenschaften der Bemer Matte im Überblick
Wirkprinzip: Sanft, aber gezielt
Die Bemer Matte arbeitet mit einem patentierten Signalmuster. Dieses unterscheidet sich von herkömmlichen Magnetfeldmatten durch seine spezifische Wellenform. Während viele PEMF-Geräte einfache Sinuswellen oder Rechteckimpulse nutzen, verwendet BEMER ein mehrdimensionales Signal. Das klingt technisch – in der Praxis bedeutet es, dass die Impulse besser auf die natürlichen Rhythmen der Gefäßwände abgestimmt sind.
Stellen Sie sich zwei Schaukeln nebeneinander vor. Wenn Sie eine Schaukel im richtigen Moment anstoßen, schwingt sie immer höher. Stoßen Sie im falschen Moment, bremsen Sie sie aus. Die Bemer Matte stößt im richtigen Moment an. Weshalb die Gefäße effektiver reagieren als bei pauschalen Magnetfeldsignalen.
Anwendungsbereiche: Mehr als nur Regeneration
Viele Pferdebesitzer denken bei der Bemer Matte zuerst an Regeneration nach dem Training. Das ist auch absolut ein wichtiger Einsatzbereich. Doch das Spektrum geht darüber hinaus.
- Muskelaufbau: Durch verbesserte Nährstoffversorgung können Muskeln nach dem Training effizienter aufgebaut werden.
- Beweglichkeit: Eine bessere Durchblutung der Gelenke und Sehnen kann zu mehr Geschmeidigkeit in der Bewegung führen.
- Wundheilung: Die beschleunigte Zellversorgung unterstützt den natürlichen Heilungsprozess bei kleineren Verletzungen.
- Stressabbau: Viele Pferde zeigen deutliche Entspannungszeichen während der Anwendung – hängende Unterlippe, gesenkter Kopf, tiefes Durchatmen.
- Allgemeines Wohlbefinden: Auch gesunde Pferde können von einer optimierten Mikrozirkulation profitieren. Vergleichbar mit einer Wellnessbehandlung beim Menschen.
Handhabung: Alltagstauglich und unkompliziert
Ein Therapiegerät nützt wenig, wenn seine Bedienung ein Ingenieurstudium erfordert. Das haben die Entwickler offensichtlich verstanden. Die Bemer Matte für Pferde lässt sich wie eine normale Decke auflegen oder als Gamasche an den Beinen befestigen. Ein Steuergerät regelt Intensität und Dauer der Behandlung. Die Anwendungszeit pro Sitzung liegt typischerweise bei acht bis zwanzig Minuten.
Das Pferd kann dabei im Stall stehen, angebunden sein oder einfach in Ruhe fressen. Kein Sedieren, kein Festhalten, kein Drama. Das macht die Bemer Matte besonders attraktiv für Tiere, die empfindlich auf unbekannte Situationen reagieren.
Sicherheit: Schonend und nebenwirkungsarm
Ein Punkt, der bei der Tierschutzarbeit immer an erster Stelle steht: Ist die Anwendung sicher? Die elektromagnetischen Felder der Bemer Matte sind extrem schwach. Sie liegen weit unterhalb der Grenzwerte, die selbst für empfindliche Organismen als unbedenklich gelten. Es gibt keine Strahlenbelastung im herkömmlichen Sinne und keine thermische Wirkung.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen Vorsicht geboten ist. Bei Pferden mit akuten Entzündungen, Fieber oder elektronischen Implantaten sollte vor der Anwendung immer ein Tierarzt konsultiert werden. Auch tragende Stuten sind ein Fall, bei dem individuell abgewogen werden muss. Sicherheit geht vor. Immer.
Zwischenfazit
Die Bemer Matte ist ein PEMF-Gerät, das über spezifische elektromagnetische Signale die Mikrozirkulation fördert. Sie ist einfach zu bedienen, sicher in der Anwendung und deckt ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab – von Regeneration über Muskelaufbau bis hin zur allgemeinen Entspannung.
Wie hängt die Bemer Matte mit anderen Therapieformen zusammen?
Kein Therapiegerät existiert im luftleeren Raum. The Bemer Matte is part of a larger toolbox that horse owners and therapists can use. Um zu verstehen, wo sie sich einordnet, lohnt ein Blick auf verwandte Methoden.
Schallwellentherapie arbeitet mit akustischen Wellen, die tief ins Gewebe eindringen. Sie wird oft bei Sehnenproblemen oder chronischen Schmerzen eingesetzt. Während die Bemer Matte auf die Durchblutung abzielt, konzentriert sich Schallwellentherapie stärker auf mechanische Gewebeeffekte. Beide Ansätze können sich hervorragend ergänzen.
Inhalationstherapie richtet sich vor allem an die Atemwege. Pferde mit Atemwegsproblemen profitieren davon, dass Wirkstoffe direkt in die Lunge gelangen. Die Bemer Matte wirkt systemisch – also auf den ganzen Körper. Wenn ein Pferd sowohl Atemwegsprobleme als auch Bewegungseinschränkungen hat, können beide Methoden parallel sinnvoll sein.
Klassische Physiotherapie setzt auf manuelle Techniken, Dehnung und gezieltes Training. Die Bemer Matte kann hier als vorbereitende oder nachbereitende Maßnahme dienen. Vor der Physiotherapie-Sitzung angewendet, lockert sie die Muskulatur. Danach unterstützt sie den Abtransport von Stoffwechselprodukten.
Die Faustregel lautet: Wenn eine Methode die Durchblutung verbessert und eine andere gezielt auf ein spezifisches Problem eingeht, entsteht oft ein Synergieeffekt. Die Bemer Matte ist dann quasi das Fundament, auf dem andere Therapien besser aufbauen können.
Bemer Matte in der Praxis: Schritt für Schritt zur Anwendung
Genug Theorie. Wie sieht eine typische Anwendung beim Pferd konkret aus? Hier eine einfache Anleitung für Einsteiger.
Schritt 1: Vorbereitung. Bringen Sie das Pferd in eine ruhige Umgebung. Der Stall oder ein ruhiger Putzplatz eignen sich gut. Das Pferd sollte trocken sein. Entfernen Sie groben Schmutz aus dem Fell. Das Steuergerät aufladen oder anschließen und die Matte bzw. Decke bereitlegen.
Schritt 2: Anlegen. Legen Sie die Bemer Matte gleichmäßig über den Rücken des Pferdes. Bei Gamaschen befestigen Sie diese an den Beinen. Achten Sie darauf, dass die Matte eng genug anliegt, aber nicht drückt oder scheuert. Das Steuergerät sollte sicher befestigt sein, damit das Pferd sich nicht darin verfangen kann.
Schritt 3: Programm wählen. Die meisten Bemer-Systeme bieten verschiedene Programme an. Für den Einstieg empfiehlt sich eine niedrige Intensitätsstufe. Viele Geräte haben ein spezielles Anfängerprogramm. Starten Sie damit und beobachten Sie die Reaktion Ihres Pferdes.
Schritt 4: Anwendung. Lassen Sie das Programm durchlaufen. In der Regel dauert das zwischen acht und zwanzig Minuten. Bleiben Sie in der Nähe des Pferdes. Beobachten Sie sein Verhalten. Entspannungszeichen wie Kauen, Gähnen oder Senken des Kopfes sind gute Zeichen.
Schritt 5: Nachbereitung. Nehmen Sie die Matte ab. Geben Sie dem Pferd frisches Wasser. Eine verbesserte Durchblutung regt den Stoffwechsel an – da ist Flüssigkeit wichtig. Notieren Sie sich, wie das Pferd reagiert hat. Das hilft, die Intensität und Häufigkeit schrittweise anzupassen.
Häufige Anfängerfehler vermeiden
- Zu viel auf einmal: Beginnen Sie nicht sofort mit der höchsten Intensität. Der Körper braucht Zeit, sich an die Stimulation zu gewöhnen.
- Unregelmäßige Anwendung: Die Bemer Matte entfaltet ihre Wirkung am besten bei regelmäßiger Nutzung. Einmal im Monat bringt wenig. Mehrmals pro Woche ist ideal.
- Falsche Erwartungen: Die Matte ist kein Wundermittel. Sie unterstützt körpereigene Prozesse. Ergebnisse zeigen sich oft erst nach Wochen konsequenter Anwendung.
- Ohne tierärztliche Abklärung: Bei bestehenden gesundheitlichen Problemen gehört immer erst der Tierarzt ins Boot, bevor ein neues Therapiegerät zum Einsatz kommt.
- Pflege vergessen: Die Matte sollte nach jeder Anwendung gereinigt und trocken gelagert werden. Pferdeschweiß und Stallstaub können Materialien auf Dauer beschädigen.
Für welche Pferde eignet sich die Bemer Matte besonders?
Grundsätzlich kann jedes Pferd von einer verbesserten Mikrozirkulation profitieren. Es gibt aber Situationen, in denen die Bemer Matte besonders sinnvoll erscheint.
Ältere Pferde gehören dazu. Mit dem Alter lässt die Gefäßfunktion nach. Das kennen wir auch vom Menschen. Steifheit am Morgen, langsamere Erholung, nachlassende Muskelkraft – all das hängt oft mit einer reduzierten Mikrozirkulation zusammen. Genau hier kann die Bemer Matte ansetzen und dem Körper helfen, seine Versorgung aufrechtzuerhalten.
Sportpferde wiederum brauchen schnelle Regeneration. Zwischen Turnieren, Trainingseinheiten und Transporten ist der Körper enormen Belastungen ausgesetzt. Eine optimierte Durchblutung beschleunigt den Abtransport von Laktat und anderen Ermüdungsstoffen aus der Muskulatur. Das bedeutet schnellere Erholung und möglicherweise weniger Verletzungen.
Dann gibt es Pferde in der Rehabilitation. Nach Operationen, bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose oder nach Sehnenverletzungen stellt die Bemer Matte eine schonende Ergänzung zur klassischen Nachbehandlung dar. Durch unsere Arbeit im Tierschutz wissen wir, wie wichtig sanfte Methoden gerade für traumatisierte oder geschwächte Tiere sind. Nicht jedes Pferd verträgt intensive manuelle Therapien gut. Die Bemer Matte bietet eine berührungsarme Alternative, die trotzdem wirksam ist.
Kauf oder Miete? Flexible Optionen für den Einstieg
Ein vollständiges Bemer Horse-Set ist eine Investition. Je nach Modell und Umfang bewegen sich die Kosten im vierstelligen Bereich. Das ist für viele Pferdebesitzer eine hohe Hürde. Verständlicherweise.
Gerade für Einsteiger gibt es deshalb eine interessante Alternative: Mietmodelle. Anbieter wie Zentaur Wellness bieten die Möglichkeit, Bemer-Geräte flexibel zu mieten. Das hat mehrere Vorteile.
- Sie können die Bemer Matte ausprobieren, ohne sich langfristig zu binden.
- Wenn Ihr Pferd nur vorübergehend Unterstützung braucht – etwa nach einer Operation – müssen Sie kein Gerät kaufen, das danach im Schrank verstaubt.
- Die Hemmschwelle sinkt deutlich. Statt über eine große Anschaffung nachzudenken, testen Sie einfach mal.
Wer sich dann von der Wirkung überzeugt hat, kann immer noch kaufen. Dieser schrittweise Ansatz fühlt sich für viele Menschen richtiger an als eine spontane Großinvestition. Zumal eine persönliche Beratung dabei hilft, genau das System zu finden, das zum eigenen Pferd und zur eigenen Situation passt.
Checkliste: Ist die Bemer Matte das Richtige für mein Pferd?
Nicht jede Therapieform passt zu jedem Tier. Bevor Sie loslegen, gehen Sie diese Punkte durch.
- Hat Ihr Pferd Bewegungseinschränkungen, Steifheit oder verlangsamte Erholung nach Belastung?
- Haben Sie mit Ihrem Tierarzt über ergänzende Therapiemöglichkeiten gesprochen?
- Ist Ihr Pferd grundsätzlich ruhig genug, um acht bis zwanzig Minuten mit einer Decke oder Gamasche zu stehen?
- Haben Sie die Möglichkeit, die Anwendung regelmäßig – idealerweise mehrmals pro Woche – durchzuführen?
- Liegt keine akute Entzündung, Fieber oder ein elektronisches Implantat vor?
- Sind Sie bereit, dem Gerät einige Wochen Zeit zu geben, bevor Sie ein Urteil fällen?
Wenn Sie die meisten dieser Fragen mit Ja beantworten können, spricht vieles dafür, es auszuprobieren. Wenn Sie unsicher sind, ist eine professionelle Beratung der beste erste Schritt.
Zwischenfazit
Die Bemer Matte eignet sich besonders für ältere Pferde, Sportpferde und Tiere in der Rehabilitation. Flexible Mietoptionen senken die Einstiegshürde. Eine vorherige tierärztliche Abklärung und regelmäßige Anwendung sind die wichtigsten Voraussetzungen für gute Ergebnisse.
Fragen rund um die Bemer Matte
- Was bedeutet PEMF und wie wirkt es bei Pferden?
- PEMF steht für Pulsed Electromagnetic Field Therapy. Es nutzt sehr schwache magnetische Felder, um die Mikrozirkulation zu verbessern. Dazu gehören bessere Nährstoffversorgung und schnellerer Abtransport von Stoffwechselprodukten. Die Behandlung ist nicht-invasiv und erfordert keine Medikamente.
- Wie funktioniert die Bemer Matte beim Pferd?
- Die Matte wird über dem Rücken getragen oder als Gamasche befestigt. Ein Steuergerät sendet spezielle Signale aus, die die Gefäßwände stimulieren. Die Pferde spüren meist Ruhe oder leichte Entspannung während der Anwendung.
- Welche Anwendungsbereiche gibt es?
- Hauptsächlich Regeneration nach Belastung, Muskelaufbau, Beweglichkeit der Gelenke, Wundheilung, Stressabbau und allgemeines Wohlbefinden. Sie kann auch Vorbereitung für andere Therapien unterstützen.
- Ist die Anwendung sicher für Pferde?
- Ja, grundsätzlich sicher und nebenwirkungsarm. Die Felder sind sehr schwach. Bei akuten Entzündungen, Fieber, elektronischen Implantaten oder während der Trächtigkeit sollten Sie vorher den Tierarzt konsultieren.
- Wie lange dauert eine typische Sitzung?
- In der Praxis liegen die Sitzungen meist zwischen 8 und 20 Minuten. Je nach Zustand des Pferdes kann man mehrere Sitzungen pro Woche durchführen.
- Kauf oder Miete – welche Optionen gibt es?
- Es gibt Mietmodelle, die den Einstieg erleichtern. Anbieter wie Zentaur Wellness bieten flexible Mietpakete an. Nach positivem Feedback lässt sich auch eine Anschaffung prüfen.
- Welche Pferde profitieren besonders?
- Ältere Pferde mit nachlassender Gefäßfunktion, Sportpferde nach Belastung und Tiere in Rehabilitation können besonders profitieren.
- Wie wähle ich das passende Modell oder Programm aus?
- Eine fachkundige Beratung ist sinnvoll. Achten Sie auf das patentierte Signalmuster, passende Größe, einfache Bedienung und Verfügbarkeit von Test- oder Mietoptionen. Eine tierärztliche Abklärung hilft zusätzlich.
- Wie pflegt man die Bemer Matte?
- Nach der Anwendung Matte entfernen, Fell abwischen, trocken lagern und regelmäßig reinigen. Vermeiden Sie Feuchtigkeit in der Lagerung und prüfen Sie regelmäßig Kabel und Stecker.
Nächste Schritte für Interessierte
Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, gibt es einige sinnvolle nächste Schritte. Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Tierarzt oder Pferdephysiotherapeuten über die Möglichkeit einer PEMF-Therapie. Klären Sie ab, ob bei Ihrem Pferd etwas dagegen spricht. Erkundigen Sie sich dann nach Miet- oder Testoptionen, um die Bemer Matte unverbindlich auszuprobieren.
Informieren Sie sich auch über verwandte Therapiemethoden wie Schallwellentherapie oder Inhalation. Oft entsteht der größte Nutzen, wenn verschiedene Ansätze sinnvoll kombiniert werden. Ein ganzheitliches Konzept, das auf Ihr Pferd zugeschnitten ist, bringt langfristig die besten Ergebnisse.
Und vergessen Sie nicht: Jede Investition in die Gesundheit Ihres Tieres ist eine Investition in Lebensqualität. Ob es ein älteres Pferd ist, das morgens wieder leichter in Gang kommt. Oder ein Sportpferd, das sich schneller erholt. Oder ein gerettetes Tier, das endlich die Chance auf ein schmerzfreieres Leben bekommt. Am Ende geht es immer darum, dass es dem Tier gut geht. Und genau das treibt uns an – jeden einzelnen Tag.
